Hallo Sprache des Friedens!

Als ich vor ein paar Jahren das erste mal mit gewaltfreier Kommunikation in Berührung gekommen bin, da wusste ich gar nicht, dass die andere Person die GFK anwendete. Erst viel später – im Rückblick – ist es mir aufgefallen, und ich war erstaunt. Damals war mir gar nicht aufgefallen, dass durch die Anwendung der GFK bestehende Konflikte ganz friedlich und scheinbar mühelos beigelegt wurden. Heute weiß ich dies sehr zu schätzen.

Doch der Weg hier hin war nicht so einfach. Denn mir stand etwas im Weg. Genau gesagt, standen meine Annahmen, mein Unwissen (oder auch Irrglaube) und meine Vorurteile  gegenüber dem was die GFK bedeutet im Weg. Um einen besseren Zugang zur GFK zu erlangen, galt es daher meine Annahmen zu überdenken, mein Unwissen in Wissen und meine Vorurteil in neue Erkenntnisse zu wandeln.

So stand auch meine zweite Begegnung mit der GFK noch unter der früheren Sichtweise. Damals bin ich mit der Theorie der gewaltfreien Kommunikation durch Erzählung in Berührung gekommen. Beim ersten Hinhören war ich noch sehr skeptisch und hielt die Methode für “etwas naiv”, aber ich bin auch neugierig geworden.

Je mehr ich dazu lernte, je mehr Aha-Erlebnisse ich hatte, je mehr ich meine bisherigen Annahmen, was die GFK sei und wie sie funktioniere, ablegen konnte und neue Einsichten gewann, desto klarer erschien mir diese Methode in ihrer erleichternden Schönheit.

Je tiefer mein Verständnis für die GFK  sich entwickelt, desto mehr entpuppt sich die gewaltfreie Kommunikation als Methode mit wahrhaft versöhnender und heilender Wirkung für Konflikte aller Art.  Diese Methode versinnbildlicht daher für mich die Sprache des Friedens.

Zur Zeit befinde ich mich in der Trainerausbildung für gewaltfreie Kommunikation. Die Beiträge hier auf SpracheDesFriedens.de zeigen einen Einblick in mein fortschreitendes Verständnis der gewaltfreien Kommunikation und ich freue mich dieses mit Dir teilen zu können.

Die GFK ist aus meiner Sicht nicht so leicht zu erlernen, obwohl ein recht einfaches theoretische Konzept dahinter steckt. Doch die Macht der alten Gewohnheiten, teilweise Jahrzehnte vertiefte Verhaltensmuster und emotionalen Impulse in der jeweiligen Situation fordern einen heraus das Neue zu leben.

Das Aufschreiben meiner Aha- Erlebnisse hilft mir, mich an neue Erkenntnisse zu erinnern und diese in meinem Alltag zu verankern. Vielleicht helfen diese Aha-Erlebnisse auch Anderen, um einen neuen Zugang oder ein anderes Verständnis der GFK zu gewinnen.

In diesem Sinne: Hallo Sprache des Friedens!